Modulare Konzeption, ganzheitliche Hilfe

Konflikt-auf-dem-Schulhof

Der Grundgedanke der GSJH

Das ZKL entwickelte speziell für Jugendämter eine Maßnahme, um Schülern und ihren Familien zu helfen, aus Krisen Chancen zu machen. Die Maßnahmen sind nach dem Prinzip des minimalen Eingriffs konstruiert. So sollen die üblichen Reibungsverluste vermieden werden.
Immer dann, wenn im Einzelfall die sozialpädagogische Absicht weniger in Richtung Betreuung geht, sondern eher behandlungsorientiert ist, kann aus den einzelnen Modulen ein passgenauer Hilfeplan erstellt werden.

Nützlich ist dabei unsere kommunale Einbindung in Kaiserslautern und dem dazugehörigen Landkreis, sodass durch genaue Kenntnis der örtlichen Besonderheiten die konkrete Lebenswelt der Schüler in die Hilfeplanung einfließt.

Unsere fünf konzeptionellen Prinzipien

  • Lösungsorientiert
  • Ganzheitlich
  • Systemisch
  • Behandlungsorientiert
  • Flexibel

Die einzelnen Module

Es ist wichtig , den Fokus auf die Zusammenhänge zwischen der schulischen Sozialisation und der familiären Situtuation zu legen.

So individuell wie der Schüler

Das Kernelement der GSJH ist die Einzelarbeit mit dem Schüler. Diese 1:1-Arbeit dient der individuellen Diagnose und Beratung. Sie beinhaltet Schulleistungsdiagnostik, Persönlichkeitsdiagnostik, Veränderung der Lern- und Motivationsstruktur sowie das Aufarbeiten Defiziten.

Gravierend beeinträchtigt in ihrer Entwicklung und ihrem Lebensgefühl sind Schüler mit spezifischen Schwächen, wie zum Beispiel LRS, sind häufig in ihrer gesamten Entwicklung beeinträchtigt. Diese zu behandeln dient zugleich der Entfaltung der Persönlichkeit und des individuellen Potentials. Darüber hinaus werden Verhaltensprobleme bearbeitet.

Regelmäßige Elternberatung

Die Einbindung der Erziehungsberechtigten beinhaltet zwei wesentliche Komponenten. Zum einen die regelmäßige Einzelberatung und zum anderen das fortlaufende Elternseminar.

Die Elternberatung findet in der Regel ein- bis zweimal monatlich statt. Dabei kann die Beratung mit einem oder beiden Elternteilen stattfinden, gegebenenfalls auch mit Kindern. Das Elternseminar bearbeitet in einer Gruppe von Eltern Themen wie Umgang mit Konflikten, Veränderung von Emotionen, Lösung von Problemen und ähnlichem. Es wird fallorientiert gearbeitet und die aktuelle Situation der Teilnehmer berücksichtigt.

Kooperation mit Schulen

Hier ist die Zusammenarbeit mit den Schulen beziehungsweise die Kooperation mit anderen Einrichtungen zentral. Gleichzeitig können Kontakte zu Vereinen und Peergruppen aufgenommen werden. Ein koordiniertes Vorgehen aller beteiligten ist entscheidend für den Erfolg einer jeden Maßnahme.

Wir tauschen mit Klassenlehrern Informationen über das Verhalten eines Schülers aus und treffen gegebenenfalls Absprachen über Fördermöglichkeiten und gemeinsames Handeln. So ermitteln wir zusammen mit der Schule ein tiefenscharfes Bild des Schülers.

Kommunikation schulen

Das Konzept SOKO ist ein Gruppentraining, um die Kommunikations- und Kontaktfähigkeit zu Schulen. Dabei geht es um die Bearbeitung von zwei unterschiedlichen Verhaltensmustern: Rückzug nach innen oder oppositionelles Verhalten. Kernpunkt des Trainings ist der achtsame Umgang mit Emotionen.

Die Teilnehmer lernen, eigene und fremde Emotionen zu erkennen und zu artikulieren. Neben der Empfindsamkeit für Gefühle ist die Entwicklung der eigenen Sprachfähigkeit entscheidend für den Erfolg. Das Training erfolgt in intensiven Workshops und findet einmal pro Woche statt.